Großzügiger Geldregen für Kinderhospiz St. Nikolaus

Aguti Produktentwicklung & Design spendet 10.000 Euro für Einrichtung in Memmingen.

Über einen unerwarteten Geldsegen hat sich am Donnerstag das Kinderhospiz St. Nikolaus in Memmingen freuen dürfen. Das in Langenargen ansässige Unternehmen Aguti Produktentwicklung & Design GmbH hat der segensreichen Einrichtung einen symbolischen Scheck in Höhe von 10000 Euro überreicht. „Wir haben im Rahmen unserer Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen unserer Firma die Gäste gebeten, anstatt Sachspenden Geld in das bereitgestellte „Goldene Schweinchen“ zu werfen. Das Resultat hat uns überwältigt, wir sind über das Ergebnis sehr glücklich“, sagte Iris Grieger von Aguti im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung.

Bereits seit vielen Jahren unterstützt das Langenargener Unternehmen Aguti soziale Projekte, darunter auch das Kinderhospiz St. Nikolaus in Memmingen. Für Andreas Grieger und seine Gattin Iris, die beide gemeinsam das Unternehmen aufgebaut haben, eine Herzensangelegenheit: „Wir können unseren Geschäftspartnern, Freunden und Mitarbeitern für ihre tolle Unterstützung nicht genug danken. Mit dieser Aktion möchten wir nicht nur helfen, sondern auch an andere Unternehmen appellieren, bei Firmenjubiläen oder ähnlichen Anlässen auf Sachgeschenke zu verzichten, dafür aber soziale Projekte oder Institutionen ähnlicher Art zu unterstützen“, betont Iris Grieger.

Wie wichtig Geldspenden für St. Nikolaus sind, erklärt Brigitte Waltl-Jensen, Pressesprecherin des Hospizes: „Wir benötigen jährlich rund eine Millionen Euro, um unseren Betrieb aufrecht zu erhalten beziehungsweise zu finanzieren, der Großteil unserer Arbeit wird somit über Spenden finanziert. Mit den 10000 Euro können wir in unserer Einrichtung gezielte Hilfestellung für die betroffenen Familien leisten, was uns natürlich sehr freut. Bei uns stehen nicht nur die erkrankten Kinder im Zentrum der Aufmerksamkeit, sondern jedes einzelne Familienmitglied“. Im Unterschied zu Erwachsenenhospizen begleite man laut Waltl-Jensen die gesamte Familie bereits ab der Diagnosestellung einer unheilbaren und lebensverkürzenden Erkrankung und nicht nur in der letzten Lebensphase.

Wie die Pressesprecherin weiter erklärte, bringe die Betreuung ihrer erkrankten Kinder die Eltern oft an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit, denn sie seien für ihre Schützlinge Tag und Nacht im Einsatz, was zur Folge habe, dass sich der Alltag an der Erkrankung und den Bedürfnissen des betroffenen Kindes orientiere. „Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass es Häuser wie das Kinderhospiz St. Nikolaus gibt. Die Entlastung, die Gewährung von Ruhe- und Freiräumen, etwas Abstand zum täglichen Stress aber auch der persönliche Zuspruch sowie die Fürsorge seitens des Pflegepersonals sind so sehr wichtig“, berichtet Iris Grieger. Seit 11 Jahren gibt es das Kinderhospiz, in dem acht Familien durchschnittlich 10 Tage im Jahr verbringen können und von rund 55 Mitarbeitern, davon zwischen 25 und 30 Pflegefachkräfte. „Das Loslassen und Durchschnaufen, auf Menschen zu treffen, die ähnliche Schicksale durchleben müssen, darüber zu reden, das sehen die Familien als Geschenk an, worüber wir sehr glücklich sind“, wissen die beiden engagierten Damen, die sich drüber freuen würden, wenn auch in Zukunft weitere Unternehmen diesem unkonventionellen Spenden- Weg folgen würden. „Wer zudem Interesse hat, im Kinderhospiz St. Nikolaus zu arbeiten oder uns auf andere Weise unterstützen möchte, darf sich sehr gerne bei uns melden“, appelliert Brigitte Waltl-Jensen. Infos gibt es unter 

www.kinderhospiz-nikolaus.de

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